Lexikon

Kleines Lexikon der Zahntechnik

Brücke
Bei einem oder mehreren fehlenden Zähnen besteht die Möglichkeit, eine sogenannte Brücke anzulegen. Eine Brücke ist ein festsitzender Zahnersatz, mit dem Ihr Zahnarzt die Zahnlücke wieder schliessen kann. Damit eine Brücke befestigt werden kann, müssen mindestens ein, besser zwei stabile Pfeilerzähne die Zahnlücke begrenzen. Diese Zähne werden so bearbeitet, dass die Brücke darauf befestigt werden kann. Sie werden abgeschliffen und überkront. Diese Zähne müssen allerdings intakt sein, damit die Brücke daran dauerhaft befestigt werden kann. Wie jeder Zahnersatz wird Ihre Brücke individuell und exakt passend für Sie im Dentallabor angefertigt. Zur Versorgung eines Zahnes mit einer Brücke stehen verschiedene Varianten zur Verfügung. Diese unterscheiden sich in Material, Technik und Kosten: Ästhetisch besonders anspruchsvoll sind Vollkeramik-Brücken aus Zirkonoxid, eine weitere hochwertige Lösung ist die keramische Verblendung und eine günstige Alternative die Kunststoffverblendung.

Galvanokrone
Die Galvanokrone ist eine sehr spezielle und hochwertige Keramik-Krone mit Goldkäppchen. Sie eignet sich für die Front- und Seitenzähne. Die Besonderheit ist hierbei, dass der Metallanteil der Galvanokrone aus einer hauchdünnen Schicht von 0,2 bis 0,4 mm reinem Gold besteht. Diese Goldschicht wird in einem hoch präzisen galvanischen Verfahren hergestellt und direkt auf den Modellstumpf aufgalvanisiert. Eine sehr hohe Passgenauigkeit wird erzielt: Zwischen Krone und der natürlichen Zahnsubstanz verbleibt nicht der kleinste Spalt. Bei einer Galvanokrone muss der Zahn weniger stark abgeschliffen werden als bei anderen Kronen, und das schont die Zahnsubstanz. Zudem deckt der goldfarbene Kern dunkle oder stark verfärbte Zahnsubstanz perfekt ab, und die anschliessende Verblendung mit Keramik sorgt für eine besonders natürliche Ästhetik. Die Galvanokrone ist aus bioverträglicher Sicht die beste Wahl, da Gold und Keramik keinerlei Allergiepotenzial besitzen.

Geschiebeprothese
Geschiebeprothesen sind eine hochwertige Form des herausnehmbaren Zahnersatzes. Sie sind eine Kombinationsarbeit aus festsitzendem und herausnehmbarem Zahnersatz. Vorhandene Zähne werden überkront, und an diesen Kronen wird der herausnehmbare Zahnersatz verankert. Geschiebeprothesen ermöglichen es, einen herausnehmbaren Zahnersatz klammerfrei und ästhetisch an haltgebenden Zähnen zu befestigen. Denn hier werden die Klammern einer Modellgussprothese durch Geschiebe oder Druckknopfanker ersetzt. Dabei wird seitlich oder an der Rückseite der Zähne eine Nut eingearbeitet, damit das Gegenstück an der Prothese dort eingeklinkt werden kann. Diese Verankerungselemente sind im Gegensatz zu den Klammern nicht sichtbar. Eine hervorragende Ästhetik ist dadurch gewährleistet.

Inlay/Onlay
Ein Inlay (englisch für Einlagefüllung) nennt man eine sehr hochwertige, ästhetisch ansprechende und langlebige Zahnfüllung, die im Labor hergestellt wird. Hiermit werden in der Regel Kariesfolgen behandelt. Das Inlay wird im Seitenzahnbereich eingesetzt und ersetzt Teile der Kaufläche. Werden hingegen die Zahnhöckerspitzen versorgt, dann spricht man von einem Onlay. Je nachdem, wie viele Seiten des Zahnes betroffen sind, werden Einlagefüllungen unterschieden in ein- bis dreiflächig. Ein Inlay kann aus einer Goldlegierung, Keramik oder Kunststoff bestehen.

Kombinationsarbeiten
Kombinationsarbeiten (auch kombinierter Zahnersatz genannt) sind besonders zur Überbrückung von mehreren Zähnen geeignet. Kombinationsarbeiten bestehen aus zwei Elementen: einem festsitzenden Element (z.B. Kronen oder Implantate) und einem herausnehmbaren Element. Der herausnehmbare Teil wird mithilfe von zahntechnisch äusserst präzisen, verlässlichen und sicheren Befestigungsmöglichkeiten auf fest sitzenden Zahnersatz (wie Kronen, Brücken, Implantate) aufgesetzt. Daher ist kombinierter Zahnersatz höchst ästhetisch und überaus komfortabel. Der kombinierte Zahnersatz bleibt die ganze Zeit im Mund, kann aber für eine gründliche Reinigung herausgenommen werden. Kombinierter Zahnersatz kann bei Bedarf jederzeit problemlos erweitert werden. So benötigen Sie keinen vollständig neuen Zahnersatz, sondern können den vorhandenen Teil kostengünstig erweitern lassen (siehe Geschiebeprothese).

Krone
Eine Zahnkrone nennt man den oberen, sichtbaren Teil eines Zahnes. Den Zahnersatz, bei dem nur dieser obere Teil ausgetauscht oder aufgesetzt wird, bezeichnet man ebenfalls kurz als Krone. Eine Krone wird dann eingearbeitet, wenn Schäden des Zahnes nicht mehr zufriedenstellend durch Massnahmen wie Füllungen behoben werden können. Mit einer Krone kann ein Zahn, der bereits viel Substanz verloren hat, wieder aufgebaut werden. Um eine Zahnkrone aufzusetzen, wird zunächst der Zahnstumpf vorbereitet und abgeschliffen. Zur Versorgung eines Zahnes mit einer Krone stehen verschiedene Varianten zur Verfügung. Diese unterscheiden sich in Material, Technik und Kosten: Galvanokrone, Vollgusskrone, Verblendkrone, Keramik-Verblendkrone, Kunststoff-Verblendkrone, Vollkeramik-Krone, Stiftaufbau mit Krone.

Modellguss-Prothese
Die Modellguss-Prothese ist ein herausnehmbarer Zahnersatz, der zur Standardversorgung gehört und sowohl zweckmässig als auch wirtschaftlich ist. Sie werden in einem Stück aus Metall gegossen, künstliche Zähne werden eingearbeitet und die Prothesensättel mit einem zahnfleischfarbenen Kunststoff aufgefüllt. Metallklammern verbinden die Prothese mit den verbliebenen Zähnen.

Teilprothese
Eine Teilprothese ersetzt einen oder mehrere fehlende Zähne. Sie besteht aus einer Basis, auf der die künstlichen Zähne sitzen. Die Teilprothese wird an den restlichen Zähnen befestigt und schliesst so die Lücken. Anders als bei einer festsitzenden Brücke ist die Prothese herausnehmbar und kann ausserhalb des Mundes gereinigt werden. Teilprothesen sind einfach einzusetzen und erfordern keinen chirurgischen Eingriff.

Teleskoparbeiten
Teleskoparbeiten sind im Bereich des herausnehmbaren Zahnersatzes die hochwertige Ausführung. Hier gibt es ein Innen- und Aussenteleskop. Das Innenteleskop bilden die eigenen Zähne (Pfeilerzähne), die nach der Präparation eine Kappe erhalten, welche aus Gold oder Keramik besteht. Dadurch sind die Zähne geschützt und erhalten Festigkeit. Das Aussenteleskop ist im Zahnersatz integriert. Die Teleskoparbeit wird auf die Pfeilerzähne gesteckt und erhält somit maximalen Halt im Ober- und Unterkiefer. Ein grosser Vorteil ist, dass bei Verlust einer der Pfeilerzähne die Arbeit nicht komplett neu angefertigt werden muss. Denn nach Entfernung des Zahnes kann das Aussenteleskop an dieser Stelle einfach unterfüttert werden. Der feste Halt bleibt weiter gewährleistet. Zudem können Implantate (künstliche Zahnwurzeln) problemlos in die vorhandene Arbeit integriert werden.

Veneer
Veneers sind filigrane, dem Zahn in Form und Farbe naturgetreu nachempfundene hauchdünne Keramikschalen zur Verblendung der Zähne. Diese haben ihren Einsatzbereich an den Fronten der sechs Schneidezähne und an den beiden an die Eckzähne angrenzenden Backenzähne. Diese dünnen, zahnfarbenen Keramikschalen werden verwendet, um beschädigte, schiefe, verfärbte, zu lange oder zu kurze Frontzähne zu korrigieren. Sie können auch kleine Zahnlücken schliessen. Zum Erhalt der Zahnsubstanz wird lediglich eine hauchdünne Schicht des Zahnschmelzes abgetragen.

Vollkeramischer Zahnersatz
Zahnersatz kann dank neuer und hochwertiger vollkeramischer Materialien komplett aus Keramik und metallfrei gefertigt werden. Die Struktur der Vollkeramik ähnelt wie kein anderer Werkstoff dem Zahnschmelz. Sie ist leicht transparent, so dass das Licht in die tieferen Zahnschichten vordringen kann. Wer Wert auf ästhetische, bissfeste und natürlich weisse Zähne legt, entscheidet sich für den vollkeramischen Zahnersatz. Denn dieser fügt sich optisch perfekt in die Zahnreihe ein, so dass es selbst für geübte Augen nicht von einem natürlichen Zahn zu unterscheiden ist. Selbst der Übergang zum Zahnfleisch bleibt unsichtbar.

Vollprothese
Eine Vollprothese wird erforderlich, wenn die gesamte Zahnsubstanz verloren gegangen ist. Bei dem neuen Aufbau und der optischen Gestaltung der Vollprothese gibt es viele Möglichkeiten, da es kein vorhandenes Zahnumfeld gibt, an das angepasst werden muss. Die Vollprothese gibt es als herausnehmbaren Zahnersatz und als festsitzenden Zahnersatz, der durch Implantate getragen wird. Die beste und hochwertigste Lösung ist in jedem Fall der implantatgetragene Zahnersatz. Denn dieser bietet einen sehr hohen Tragekomfort, verbessert die Kaufunktion, die Aussprache und das Aussehen. Man kann damit sogar wieder kraftvoll in einen Apfel beissen.

Zahnimplantat
Ein Zahnimplantat – auch künstliche Zahnwurzel genannt – ist ein Metallstift, der anstelle einer Zahnwurzel in den Kieferknochen eingepflanzt wird. Das Implantat sitzt stabil im Kiefer und dient dem eigentlichen Zahnersatz (Einzelzähne, Krone, Brücke, Teil- oder Vollprothese) als Basis für festsitzenden Zahnersatz und als Verankerung für herausnehmbaren Zahnersatz. Das Implantat wird in einer Operation eingesetzt. Nach dem Eingriff und dem Verheilen der Struktur wird der angefertigte Zahnersatz auf das Implantat gesetzt.

Zirkonoxid
Zirkonoxid wurde ursprünglich für die Raumfahrt entwickelt und wird heute als Ausgangsmaterial für Zahnersatz verwendet. Zirkonoxid ist eine Spezial-Keramik mit hervorragenden Materialeigenschaften: hochfest, sehr belastbar und lange haltbar. Durch die absolute Bioverträglichkeit dieses Materials wird Zirkonoxid bei sehr empfindlichen Patienten eingesetzt. Die Lichtdurchlässigkeit und die Farbeigenschaften des Zirkonoxids ermöglichen die Fertigung eines äusserst ästhetischen Zahnersatzes. Dieser ist von den natürlichen Zähnen kaum zu unterscheiden. Aus Zirkonoxid können Veneers, Kronen, Brücken und Implantate gefertigt werden.

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